Stolpersteine

Bericht
Stolpersteine
Am 10. November 2008, 70 Jahre nach der Reichspogromnacht fuhren 6 Schülerinnen und 12 Schüler der 10 e des Ludwig- Marum- Gymnasiums, Berghausen mit ihrem Religionslehrer nach Karlsruhe, um Stolpersteine zu reinigen.

Im Unterricht hatte die Klasse den Film über den Künstler, Günter Demnig gesehen, der diese Form des Gedenkens initiiert hat. In über dreihundert Städten befinden sich nun Stolpersteine, die an die Menschen erinnern, die im NS- Regime umgekommen sind.

Die Gruppe begann in der Weststadt mit der Arbeit, dort liegen die Steine von Ludwig Marum und seiner Tochter. Eine Lehrerin und der Ortsvorsitzende des SPD- Ortsvereins waren gekommen, um die Schüler zu begrüßen. Danach fuhr die Gruppe zum Marktplatz, dort schilderte Herr Schadt die Ereignisse auf dem Marktplatz und machte auf verschiedene Orte aufmerksam, die für die Ereignisse im November 1938 wichtig  waren.

Stolpersteien reinigen

In der Adlerstraße reinigte die Gruppe drei Steine. Zwei Menschen wurden 1939 nach Polen ausgewiesen, sie starben nach der deutschen Besetzung in den Konzentrationslager, ein weiterer Stein erinnert an eine Erzieherin, deren Biographie von Frau Lesser, der Sekretärin des LMG, im Rahmen des Gedenkbuches des ‚Stadtarchivs verfasst worden ist.

In Durlach wurden fünf Steine gereinigt. Herr Lesser und Herr Dr. Güss gaben den Personen, die hier lebten, Gesichter. Sie schilderten die Situation in Durlach, welche Berufe die Menschen hatten, wie sie immer mehr ausgegrenzt worden sind.
Stolpersteine
Die Schüler waren erschrocken über die Geschehnisse und vielleicht wird sich der eine oder die andere mit dem Karlsruher Gedenkbuch befassen.

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