Neues aus dem Fröbelkindergarten

Die Ergebnisse der Pisa Studie setzten im deutschen Bildungssystem einige Veränderungen in Gang. Unter anderem wird auch das Bild des Kindergartens als Ort für frühkindliche Bildung gestärkt, denn die Annahme, diese beginne erst in der Schule, ist noch weit verbreitet. Doch wie sieht Bildung im Vorschulalter aus?
Wir sehen die zentrale Aufgabe des Kindergartens darin, den Kindern Erfahrungen zu ermöglichen, die ihnen helfen, sich in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen zurechtfinden.
Unser Bildungsauftrag umfasst die Gesamtentwicklung des Kindes ab drei Jahren und die gezielte Vorbereitung auf die Schule. Dabei möchten wir unsere Arbeit nicht auf Förderprogramme reduzieren oder darauf, isolierte kognitive Fähigkeiten zu trainieren. Vielmehr kommt es darauf an, notwendige grundlegende Einstellungen und Haltungen, wie beispielsweise emotionale Sicherheit, Selbständigkeit und soziale Verhaltensweisen aufzubauen.
Unter Bildung im Vorschulalter versteht man z.B. auch das Aufbauen von Regeln, Kategorien und Systemen.
Wir nehmen unsere Umwelt über unsere Sinne wahr. Diese Wahrnehmungen werden im Gehirn verarbeitet, sortiert und ähnlichen, bereits gemachten Erfahrungen, zugeordnet. Diese Prozesse beginnen mit der Geburt, oder sogar schon vorher, und dauern ein Leben lang. In den ersten Lebensjahren eines Kindes bilden sich besonders viele Strukturen. Sie sind Grundvoraussetzung für das Verständnis z.B. von Mathematik oder dem systematischen Teil der Sprache: der Grammatik.
Unsere Aufgabe als Erzieherinnen besteht darin, über Beobachtungen den aktuellen Entwicklungsstand zu erkennen und das Kind gemeinsam mit dem Elternhaus in seiner Entwicklung ganzheitlich zu unterstützen. Dabei setzen wir an den Stärken und Fähigkeiten des Kindes an.
Im Rahmen der pädagogischen Planung des Erzieherteams freuen wir uns auch, wenn Eltern uns mit ihren Fähigkeiten und ihrem Fachwissen in unseren Projekten ergänzen und unterstützen. So besuchte uns beispielsweise Dipl.-Chem. Dr. Drees, ein Kindergartenvater, und führte gemeinsam mit einer Erzieherin naturwissenschaftliche Experimente durch. Z.B. untersuchten die Kinder, ob Gegenstände aus verschiedenen Materialien schwimmen oder untergehen. Spielerisch, mit klarem Konzept, durchliefen die Kinder einen Experimentenzirkel. Wie echte Forscher dokumentierten sie ihre Ergebnisse in einem Labortagebuch.
Über längere Zeit arbeitete Frau Häring-Eglin mit einigen Kindern an der Werkbank und zeigte und erläuterte verschiedene Holz-Bearbeitungsmethoden.
Frau Dietz, eine Kindergartenmutter, erzählte den Kindern anlässlich des Frühlingsbeginns, Wissenswertes über Tulpen, z.B. über ihre Herkunft, den hohen Wert der Blume in früheren Zeiten und über den Aufbau der Pflanze. Als Höhepunkt fertigten die Kinder ihr eigenes Gesteck aus Tulpen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön!

Es grüßt das Erzieherinnenteam des Fröbelkindergartens

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