Die Botschaft des Kirchturms

 

 

 

Lieber Leser,

Als ein Fingerzeig Gottes werden unsere Kirchtürme bezeichnet.

Sie weisen darauf hin, dass es noch eine andere Realität gibt als die unsere.

Es gibt nicht  nur das Schaffen, Schaffen oder Relaxen oder Spekulieren oder Verlieren aller finanziellen Mittel, nein unsere Kirchtürme weisen auf Gottes Reich hin.

Reich Gottes  bedeutet, Frieden und Gerechtigkeit, gerade für die Habenichtse unserer Welt und es will hier schon wirken. Es will keine Vertröstung auf ein himmlisches Freudensal sein, sondern hier auf dieser Erde beginnt es!

Diese Botschaft verkündigen die Türme und die Glocken fassen sie in Töne.

Unsere Kirchtürme weisen aber auch daraufhin, dass die christlichen Kirchen noch da sind, hier sind sie zu finden in aller Öffentlichkeit. Sie sind nicht in der Säkularisierung verschwunden, noch sind sie Museen geworden.

Jeder und jede ist eingeladen, zu kommen.

Aber die Kirche hat auch ein Wächteramt bei uns. Wie wird mit den Schwächsten umgegangen. Was dienst dem Frieden und was nicht, daran erinnern uns die Glocken.

Kirchtürme sind wichtig. Wenn Kinder eine Kirche malen, ist immer ein Turm dabei, begeistert sind alt und jung, wenn er bestiegen werden kann.

Unser Kirchturm ist nun eingerüstet. Die Zeit, der Regen und der Wind haben ihm zugesetzt. Verborgen ist er, wie hinter einem Gitter entdecken wir ihn. Das Gerüst ist eine Notwendigkeit, aber es hat auch seinen Reiz, es verfremdet den Turm und die Kirche. Sie fällt nun aus dem idyllischen Bild des Ortes heraus und vielleicht wird dann auch die Botschaft deutlicher.

Oben auf dem Turm, bei den bunten Ziegeln ist der vergoldete Hahn, er erinnert uns an Petrus und seine Verleugnung, über das Gerüst schaut er. Er ruft uns auf,  wachsam zu sein, auf Jesus Christus zu warten, treu zu sein, bis dass er kommt.

Herzlichst grüßt Sie

Ulrich Schadt

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