Der Regenbogenchor singt hinter romantischen Schlossmauern

Chorwochenende vom 25. bis 27. März 2011 auf dem Schloss Ortenberg

Passend zum aufkeimenden Frühling traf sich der bunte Grötzinger Regenbogenchor zum intensiven Singen in dem schönen Kinzigtal im Ortenaukreis.  Chor Regenbogen
Bei  herrlichem Sonnenschein kamen die Sängerinnen und Sänger am Freitagnachmittag in Ortenberg an und warfen einen freudig überraschten Blick auf die mittelalterliche Burg „Schloss Ortenberg“ mit ihren Zinnen und Türmchen. Auf unserem Stockwerk mit einer echten Felsenwand bezogen wir unsere Jugendherbergszimmer und  ließen die  agileren Fünfzigjährigen die oberen Stockbetten erklettern. Der visuelle Höhepunkt war dann unser herrschaftlicher Aufenthaltsraum, der Freiherr-von-Hirsch-Saal mit seinem kunstvollen Holzschnitzwerk an Wänden und Decke – in diesem Ambiente durften wir königlich tafeln und singen. Unsere erste abendliche Chorprobe verlief wie gewohnt  intensiv und erquicklich. Das Abendlob mit Gesang und Lesung erfüllte uns mit Besinnlichkeit und mit Dankbarkeit für den schönen Tag und für die wohlklingenden Bass- und Tenor-Stimmen. Auch am nächsten Morgen erschienen die meisten frisch, aber alle munter an unserem Frühstückstisch und stärkten sich für die Arbeit an der  Segens-kantate. Für die Mühe belohnten wir uns mit den fröhlichen Gospeln wie „Rock-a my soul“ und deftigen  Brezelbratwürsten. Besonders begehrt war dann der Küchendienst, bei dem man  den letzten Zivi seiner Art bei der Arbeit erleben konnte. Der Schön-Wetter-Plan sah nun eine entspannt lange Mittagspause vor, die viele dazu nutzten, in die Wanderschuhe zu springen und steile Gipfel zu erklimmen. Die besonders Verschwatzten aus dem Alt machten dabei  unfreiwillig  noch einen Umweg über den Keugeleskopf , den gefühlt zweithöchsten Berg des Schwarzwaldes. Auf dem  Hohen Horn wartete dann nicht wie herbeigesehnt die Cocktailbar auf uns, sondern ein etwas überdimensionaler Aussichtsturm, doch  die Sopranistinnen freuten sich,  mal unkompliziert  auf die Höhe zu kommen, um den herrlichen Blick ins Kinzigtal zu genießen. Mit solch gut trainierten Lungen drängten  dann die Sänger –  statt des geplanten Sonnenbades – auf eine zusätzliche Chorprobe am Nachmittag. Nach einer kurzen Unterbrechung  zwecks     hemmungslosen  Kartoffelpufferverzehrs setzten wir unsere Singprobe fort: Altes Liedgut wurde aufgefrischt, an kniffligem Neuem weiter gefeilt. Am späten Samstag Abend  gingen wir zur Ü40 Party über und feierten wir  mit regionalen   Produkten wie Spätburgunder Cabinett  und mitternächtlichem Snack, der so manchen seine  Fastenvorsätze vergessen ließ. Mit fröhlichem Geplauder trainierten wir unsere Stimmbänder. Andere zogen sich zur Lektüre ihrer neu erworbenen Kochbücher zurück und erzeugten Strom mit einer handaufziehbaren Taschenlampe, als hätten sie die kommende Energiewende in Baden-Württemberg schon vorhergesehen. Der Sonntag  brachte uns eine letzte Chorprobe und einen wehmütigen Abschied von unserem  betörenden  Freiherr von Hirsch und seinem historischen Zivi.

Ein letztes Mal  versammelte sich der Regenbogenchor  bei Regen unter dem Bogen zum Gruppenphoto als Erinnerung an ein unterhaltsames musikalisches Wochenende dank unserer gewohnt gut vorbereiteten Chorleiterin Anne-Dore Kumpe.

Wer dies auch mal erleben möchte, kann sich uns gern anschließen! Bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf! Ansprechpartner:
Dirk Feuchter, Tel. 0721 / 482834

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