Gemeindeversammlung 6.6.2021

Nach langer Coronapause konnte am Sonntag wieder eine Gemeindeversammlung in der Kirche stattfinden. Eine große Zahl von Gemeindegliedern war gekommen um eine lange Tagesordnung zu erleben, die stark vom Eindruck der tiefgreifenden Veränderungen bestimmt war, in denen sich die Gemeinde befindet.

Gemeinde unter Corona

Gemeindediakonin Ulrike Aydt berichtete von vielfältigen Aktionen, durch die die Gemeinde durch die Corona-Zeit hindurch ihr Leben gestalten und den Zusammenhalt stärken konnte: Predigten auf der Homepage, Telefonaktion zur Kontaktaufnahme mit älteren Menschen, das Osterlicht wird zu Gemeindemitgliedern gebracht, Gottesdienste für Kinder im Netz, Konfirmandenunterricht online, Sonntag für Sonntag begleitet ein kleiner Chor den Gottesdienst der Gemeinde, die nicht singen darf und anderes mehr.

Gemeindeumfrage

Pfarrer Wittig erläutert die Ergebnisse der Umfrage, die auch auf der Homepage im Detail zu lesen sind. Sie gibt ein Meinungsbild über die große Zufriedenheit des inneren Gemeindekerns mit den bestehenden Angeboten wieder. Es wird angeregt, die Untersuchung fortzusetzen mit dem Ziel, zu erfahren, welche Erwartungen Menschen haben, die eher am Rande stehen und kaum von den Aktionen der Gemeinde erreicht werden.

Internetauftritt der Gemeinde

Hartmut Schmeck vom Ältestenkreis berichtete von der Weiterentwicklung der Homepage. Er sprach im Namen der Gemeinde Frau Christiane Jäger für Ihre langjährige Einrichtung und Betreuung der Website den großen Dank aus. Gerade jetzt in der Corona-Zeit zeigte sich, wie elementar wichtig diese Verbindungsmöglichkeit unter den Gliedern der Gemeinde ist. Auch das „Gemeindenetz“ hat als Blog dankbar auf diese bestehende Basis zurückgreifen können.

„Grüner Gockel“

Carsten Gandenberger vom Ältestenkreis berichtete, dass die Pfarrgemeinde dem seit vielen Jahren bestehenden ökologischen Projekt „Grüner Gockel“ beigetreten ist und wieder ihre Bemühungen um eine nachhaltige Bewirtschaftung aller Gemeindeaktivitäten neu aufleben lassen will.

„Kirche 2030“

Cornelia Puskas vertritt die Pfarrgemeinde im Planungsgremium, das den im Kirchenbezirk Karlsruhe ausgerufenen Zukunftsprozess „Kirche 2030“ berät. Im Vordergrund stehen Einsparungen im personellen Bereich und im Gebäudebestand. Es besteht die Tendenz, alle Pfarrgemeinden östlich der Autobahn zu einer einzigen Pfarrgemeinde mit einzelnen Gottesdienststätten zu konzentrieren. Bei den Überlegungen zum Gebäudebestand ist vor allem das Martin-Luther-Haus im Blick, für das ein Mitnutzer gesucht wird. Aus der Mitte der Versammlung wurde kritisch bemerkt, dass dieser sog. Zukunftsprozess einseitig an Geld und Gebäuden orientiert sei und die zukünftige geistliche Entwicklung von Kirche nicht wirklich im Blick habe. Nur wenn dieser Aspekt wirklich mitbedacht werde, könne man Entscheidungen über den Einsatz von Mitteln fällen. https://www.kirche2030-ka.de/

Kirchenpartnerschaft zwischen Baden und United Church of Christ (Kansas-Oklahoma-Conference)

Rev. Eleanor B. McCormick hatte drei KollegInnen aus ihrer Heimatkirche angefragt, um von den Erfahrungen in ihren Gemeinden während der Corona-Zeit in einer Video-Botschaft zu berichten. Rev. Kayla Bonewell aus Oklahoma City wies auf drei programmatische Sätze auf dem Banner ihrer Kirche hin, die unverändert gelten: „Schütze die Umwelt!“, „Kümmere dich um die Armen!“ und „Vergib oft; lehne Rassismus ab!“. Dr. Edith Guffey stellt fest, dass ihre Kirche auf Gottesdienste online nicht mehr verzichten kann, u.a. auch deshalb, weil Menschen nur auf diesem Weg erreicht werden können, die sonst nie in eine Kirche kämen. Aber darüberhinaus werden auch Formen der Gemeinschaft online immer wichtiger. Rev. Chris Moore aus Tulsa, Oklahoma stellt fest, dass der Lockdown der Kirche geholfen hat, ihre soziale Verantwortung deutlicher wahrzunehmen. Dabei erinnerte er an den Mord an George Floyd. Für die Kirche gilt das Jesuswort, dass man für neuen Wein auch neue Schläuche braucht.

Verschiedenes

Im Rahmen der Gemeindeversammlung kam erstmals eine neue großflächige Leinwand zum Einsatz, die zukünftig auch für Film-Gottesdienste genutzt werden kann.


Herr Wittig weist auf zwei Jubiläen hin. Am ersten Juliwochende feiert die badische Landeskirche das Unionsjubiläum – 200 Jahre Union aus lutherischen und reformierten Gemeinden im Großherzog Baden. Coronabedingt werden die Veranstaltungen in kleinerem Rahmen als ursprünglich geplant stattfinden.


Die älteste Grötzinger Glocke wird in diesem Jahr 400 Jahre alt. Es ist geplant, am Tag des offenen Denkmals am 12.09.21, dieses Jubiläum feierlich zu begehen

Sabine Benz und Eckhart Marggraf *

*Sabine Benz und Eckhart Marggraf wurden für weitere drei Jahre als Vorsitzende der Gemeindeversammlung bestätigt.

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Wofür Kirche? Was meinen Sie?

In 1. Mose steht die Erzählung von der Berufung Abrahams. Gott, in seiner Gnade, wählt Abram (später in “Abraham” umbenannt) und entscheidet sich, mit ihm einen Vertrag abzuschliessen. In 1. Mose 12,1–3 finden wir die Details dieser Abmachung.

Gott seinerseits, so berichtet die Erzählung, verspricht Abraham zu segnen, seinen Namen groß zu machen, und ihm viele Nachkommen zu geben. Aber Gottes Handeln bleibt nicht einseitig.. Abraham seinerseits muss auch etwas tun: in ihm sollen alle Völker der Erde gesegnet sein (v. 3). In etwas modernerem Deutsch umzuformulieren, könnten wir die Details dieses Vertrags so beschreiben: Gott segnet und befähigt Abraham und seine Nachkommen, und die wiederum müssen einen positiver Einfluß auf unsere Welt ausüben. Jeden morgen sollen die Völker unserer Welt aufstehen und Gott preisen, loben und danken für Abraham und seine Nachkommen, weil sie für uns alle, für unser Land und die ganze Welt ein großer Segen sind.

Vielleicht sind wir Christen froh, dass uns selbst nicht eine so große Verantwortung gegeben wurde. Aber da täuschen wir uns. Die Kirche spricht von unserer »Erwählung« als Christen, und hier finden wir das gleiche Prinzip. Gottes Erwählung ist weder zufällig, noch so gemeint, dass wir uns durch dieser Erwählung einbilden, wir wären etwas Besseres als andere. oder wir könnten  uns groß aufspielen. Wie wir aus der Politik schon wissen, ist man immer für eine bestimmte Aufgabe gewählt. Gewählte Politiker sind nicht plötzlich besser als andere, sondern haben die eine konkrete Verantwortung zu übernehmen. Wenn unsere Politiker dies vergessen, wollen wir schnell Konsequenzen sehen!

In Matthäus 5,13–16 betont Christus ganz klar unsere Verantwortung als Christen: wir müssen Salz der Erde und Licht der Welt sein. Beim Glauben geht nicht nur um Selbstverbesserung, sondern dass wir Christen das Leben aller in unserer Gesellschaft und Welt bereichern und verbessern.

Wir wollen nicht, dass Menschen das Leben bedeutungslos finden, oder weiter in Dunkelheit, Angst, und Ungerechtigkeit leben. Sondern wollen wir dafür arbeiten, dass Menschen das Gottes Reich, Liebe, und Zuwendung hier spüren und erfahren können. Anders gesagt: jeden morgen sollen die 9.000 Menschen in Grötzingen aufstehen und Gott preisen und danken, weil es eine Kirche hier unter ihnen gibt – eine Kirche mit Christenmenschen, die ihr Leben und ihre Existe besser macht. Die wollen Gott danken, weil ohne uns Christen ihr Leben so viel dunkler wäre.

Deshalb möchte ich Euch jetzt einladen, unten einen Kommentar zu schreiben, was Ihr an unserer Kirche und Kirchengemeinde so sehr schätzt! Schreibt einfach Eure eigenen Antworten auf die zwei folgende Fragen:

1: Ich danke Gott für unsere Kirche in Grötzingen, weil…

2: Für unsere Kirche in Grötzingen sind die Bewohner/innen von Grötzingen sehr dankbar, weil…

Ich bin gespannt, Eure Antworten zu lesen, und mit Euch zusammen Gott für unsere Kirche zu danken!

Stephen Lakkis

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#PfingstWandern: Ein Spiritueller Spaziergang

Beginnend am Pfingstmontag laden wir junge Erwachsene unserer Gemeinde (und alle Interessierten) zu einem spirituellen Spaziergang rund um Grötzingen ein. 

Öffnen Sie die Google Map hier: #PfingstWandernKarte

  1. Verwenden Sie die Karte, um eine Station zu finden.
  2. Zoomen Sie in die Google-Karte, um Ihre Route zu finden
  3. Suchen Sie an der Station nach einem QR-Code-Tag in Schwarz und Orange
  4. Scannen Sie den QR-Code
  5. Greifen Sie mit einem einfachen Klick auf drei Bereiche zu
    • Gedanken
    • Video
    • Gebet
  6. Gehen Sie zur nächsten Station, wenn Sie es wünschen…

Besuchen Sie eine oder alle der verschiedenen Stationen, die auf der Karte verzeichnet sind, in Ihrem eigenen Tempo wann auch immer Sie möchten. Sie müssen nicht alle Stationen besuchen. Sie können z. B. im Laufe einer Woche jeden Tag nur ein paar Stationen besuchen.

Jede Station ist inspiriert von der „Sprache“ des Ortes, an dem Sie sich befinden – vom Flussufer, vom Weinberg in der Nähe, vom vorbeiführenden Jakobsweg.

Interaktive, mehrsprachige Elemente und Fragen, die auf den jeweiligen Ort abgestimmt sind, begleiten Sie auf Ihrem Weg. Alles, was Sie brauchen, sind Wanderschuhe und ein Smartphone mit einer App für QR-Codes.  

Wir würden uns freuen, wenn Sie Ihre Erlebnisse und Fotos in den sozialen Medien posten: Bitte verwenden Sie das #PfingstWandern, damit wir Ihre Beiträge finden können!

Dies ist ein Beispiel für das, was Sie suchen! Scannen Sie einfach den QR-Code.

Bitte senden Sie spezifische Fragen an Reverend Eleanor McCormick eleanor.mccormick@ekiba.de

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Der Heilige Geist

In diesen Tagen ist ein bemerkenswertes Buch eines Münchner evangelischen Theologen erschienen: Jörg Lauster, Der Heilige Geist – Eine Biographie, München 2021.

Schon auf den ersten Seiten dieser „Biographie“ des Heiligen Geistes gelingt es dem Autor, die vielen so schwer Fassbare Vorstellung des Heiligen Geistes sehr lebendig näher zu bringen. In den kommenden Post sollen immer wieder einige Zitate aus diesem Buch Lust zum Lesen machen:

Das faszinierende am Alten Testament ist die Geburt der Idee, dass Gott in der Welt als Geist gegenwärtig ist. „In der Welt“ heißt nicht allein im Menschen, sondern im ganzen Universum. Diese Einsicht sprechen die Texte in mythischen Bildern aus. Sie wähnen den göttlichen Geist in einer windgleichen Bewegung über dem Chaos der noch nicht gewordenen Welt schwebend, sie verstehen den Wind als Atem und Schnauben Gottes oder als ein Naturphänomen, in dem sich Gott als Geist zeigt…Die prägende Vorstellung, die den Geistbildern zugrunde liegt, ist die einer unsichtbaren Anwesenheit Gottes und Lenkung der Weltgeschicke. Die geistige Anwesenheit Gottes in der Welt schließt auch seine Gegenwart im Menschen ein. Seit den alttestamentlichen Zeiten ist die menschliche Selbsterfahrung ein vorzüglicher Ort, der Gegenwart des Geistes Gottes in der Welt gewahr zu werden. Mit der Idee, den Geist als eine göttliche Gabe, als etwas verlässlich im Menschen Wirkendes, ja sogar Ruhendes zu verstehen, das deren Leben, ihr Denken und Tun verändert, ist die Idee der Gnade geboren. Gnade ist in Menschen geronnener Geist Gottes. (Seite 32)

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„Mein Sequoia-Gebet“

Wenn ich mich klein, schwach und zitternd fühle
Oder von Strudeln der Veränderung hin und her gezogen werde,
Zu unbedeutend, um nützlich zu sein,
Zu „entwurzelt“, um mich zu behaupten,
bete ich mein Sequoia-Gebet.

Ruhig sitzen, normal atmen, zentriert werden im
gegenwärtigen Moment –
in diesem heiligen Augenblick –
Vor meinem geistigen Auge entsteht allmählich das Bild eines riesigen Sequoia-Baums.
Mein Sequoia-Gebet nimmt in meinem Herzen und meiner Seele Gestalt an
Während sich das Bild formt und auswächst, um mein Wesen zu erfüllen.

Jahrhundertealte Wurzeln, so breit und tief, dass sie Teil der Erde geworden sind.
Sie stützen einen riesigen, knorpeligen Stamm, der sich in den Himmel erhebt,
Ewigkeitsfalten, die in seine Oberfläche geschnitzt sind und Zeichen für die Ewigkeit enthalten,
Eine dicke, poröse Rindenhaut bedeckt den Körper, lässt den Stamm
Atmen,

und schützt ihn vor den Feuern, die sein Wachstum unterstützen,
Grüne Blätter, die aus der Spitze quellen und in den Himmel ragen,
Vögel und andere Wesen nährend, die Gliedmaßen ausgestreckt wie zum Gebet.

Das Bewusstsein von Gott erfüllt meine Seele.
Das Bild des Sequoia erfüllt mein Wesen.

Ausbreitend
hinunter in die Erde,
Tief in die Seele,
stark in den Körper.

Ruhig atmen, still sitzen, vertrauensvoll beten,
geerdet werden in der Menschlichkeit,
verwurzelt in Gott,
immer aufwärts strebend.
Mein Sequoia-Gebet füllt meine Zellen, meine Lunge, mein Herz, mein Gehirn
meine Seele, mein Wesen.

Mit Liebe, Gnade, Licht.
Mit Freude, Hoffnung.

Mit der Kraft Gottes, die ich brauche, um weiterzugehen! Ich danke dir, Gott!
Amen

  • Monteen Lucas in „Women’s Uncommon Prayers“: Unser Leben offenbart, genährt, gefeiert

„My Sequoia Prayer“

When I feel tiny, weak, and trembling
Or pulled this way and that by swirls of change,
Too insignificant to be of service,
Too „uprooted“ to hold my ground,
I pray my Sequoia Prayer.

Sitting quietly, breathing normally, becoming centered in the
present moment –
in this holy instant –
My mind’s eye gradually forms an image of a giant Sequoia.
My Sequoia prayer takes form in my heart and soul
As the image forms and fleshes out to fill my being.

Centuries-old roots so wide and deep they have become part of the earth.
Supporting enormous, gnarled trunk that soars into the sky,
Eternity wrinkles carved into its surface, holding character markings for the ages,
Thick, porous bark skin covering the body, letting the trunk
Breathe,

protecting it from the fires that must come to support its growth,
Green leaves gushing out the top, reaching to the heavens,
Nurturing birds and other beings, offering up limbs as if in prayer.

Awareness of God fills my soul.
Sequoia image fills my being.

Spreading
Down into the earth,
Deep into the soul,
Strong into the body.

Breathing calmly, sitting quietly, praying trustingly, becoming
Grounded in humanity,
Rooted in God,
Striving ever upward.
My Sequoia prayer fills my cells, my lungs, my heart, my brain
my soul, my being.

With love, grace, light.
With joy, hope.

With the strength of God I need to go on! Thank you, God!
Amen

  • Monteen Lucas in Women’s Uncommon Prayers: Our lives revealed, nurtured, celebrated

As far back as I can remember I have loved to walk. My childhood is filled with good memories of walking. Walking felt like adventure when my mom took me to walk the trails of the Audubon nature preserve after school: identifying the trees, collecting feathers, memorizing the maps.

So lange ich mich zurückerinnern kann habe ich es immer geliebt, zu Fuß zu gehen. Meine Kindheit ist voller guter Erinnerungen an das Wandern. Wandern – das fühlte sich wie ein Abenteuer an, wenn meine Mutter mich nach der Schule auf die Wanderwege im Audubon-Naturschutzgebiet mitnahm: Bäume identifizieren, Federn sammeln, Karten auswendig lernen.  

Walking with my best friend at the beach near home felt like joy: splashing in the waves, testing our ability to make it to the lighthouse before high tide, running in the wet hard sand. 

Mit meiner besten Freundin am Strand – ganz in der Nähe von meinem Zuhause – zu laufen, das fühlte sich an wie glücklich sein: in den Wellen planschen; ausprobieren, ob wir es vor der Flut bis zum Leuchtturm schaffen würden; so schnell wie möglich rennen auf dem nassen, harten Sand .

Walking each year with my church in a fundraising effort for the hungry felt like a mission. We were walking with a mission to alleviate some amount of suffering. 

Zusammen mit meiner Kirchengemeinde am jährlichen Benefizlauf gegen Hunger teilzunehmen, das fühlte sich an wie eine wirkliche Aufgabe. Wir liefen mit der Aufgabe, das Leid in der Welt ein kleines bisschen zu verringern.

When the pandemic began, I turned to walking for its sense of adventure – what new things would I discover? I turned to walking for its sense of joy – the simple pleasures of picking wildflowers as I walked. I turned to walking as medicine to alleviate my own personal anxiety. 

Als die Pandemie ausbrach, da wandte ich mich dem Spazierengehen zu, weil es in mir ein Gefühl von Abenteuer weckte – welche neuen Dinge würde ich entdecken? Ich ging spazieren, weil es mir Freude bereitete – das einfache Vergnügen, beim Gehen Wildblumen zu pflücken. Ich wandte mich dem Wandern als Medizin zu, um meine persönlichen Ängste zu lindern. 

But walking in the past few months became routine; more a chore than a joy. I had lost my wanderlust. An article in the Zeit entitled Ich Hasse Spazierengehen ein Kommentar von Amna Franzke resonated with me. 

Aber in den letzten Monaten wurde das Spazierengehen irgendwie zur Routine; mehr eine lästige Pflicht als eine Freude. Ich hatte meine Wanderlust verloren. Ein Artikel in der Zeit mit dem Titel “Ich hasse Spazierengehen”  ist mir im Gedächtnis geblieben. 

In the article she writes “Dieser Text ist für alle, die jeden gottverdammten Busch in ihrem Stadtpark kennen. Die nicht mehr um ihren Block laufen wollen und alle Runden gedreht haben.” I thought, she sees me! I really want to give up on this walking thing too! But then an unexpected walk brought me in the middle of a grove of Giant Sequoia trees. 

In dem Artikel schreibt Amna Franzke:“Dieser Text ist für alle, die jeden gottverdammten Busch in ihrem Stadtpark kennen. Die nicht mehr um ihren Block laufen wollen und alle Runden gedreht haben.” Das kam mir irgendwie bekannt vor! Ich hatte auch keine Lust mehr auf diese ganze Sache mit dem Spazierengehen! Aber dann brachte mich ein unerwarteter Spaziergang mitten in einen Hain von Riesenmammutbäumen. 

A little piece of my home in the USA was in my new home in Baden. It was here all along and I didn’t know it and I hadn’t seen it. In the middle of those 141 year old trees, planted from seeds sent across an ocean in 1880, the words of a prayer my mom had taught me – maybe on one of those Audubon trails of my childhood came to mind. The prayer is called “My Sequoia Prayer” and it begins…

When I feel tiny, weak, and trembling
or pulled this way and that by swirls of change,
Too insignificant to be of service,
Too „uprooted“ to hold my ground,
I pray my Sequoia Prayer.

Wenn ich mich klein und schwach fühle und zittere
oder wenn ich hin- und hergezogen werde vom Wirbel der Veränderung,
Zu unbedeutend, um von Nutzen zu sein,
zu „entwurzelt“, um standzuhalten,
dann bete ich mein Sequoia-Gebet.

Da stand ein kleines Stückchen meiner amerikanischen Heimat  ganz in der Nähe von meinem neuen Zuhause in Baden. Es war die ganze Zeit hier gewesen und ich hatte nichts davon gewusst, hatte es nie gesehen. Inmitten dieser 141 Jahre alten Bäume, gepflanzt aus Samen, die 1880 über einen Ozean geschickt wurden, kamen mir die Worte eines Gebets in den Sinn, das mir meine Mutter beigebracht hatte – vielleicht auf einem der Audubon-Pfade meiner Kindheit. Das Gebet heißt „Mein Sequoia-Gebet“ und es beginnt…

For me, this was a simple reminder that I should keep walking and that God is in the midst of my walking even when I feel far from home and ready to give up. 

Für mich war das ein Aufruf dazu, weiterhin spazieren zu gehen, und eine Erinnerung daran, dass Gott mit mir geht, auch wenn ich weit weg von zu Hause bin und bereit zum Aufgeben fühle. 

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Meinen Glückwunsch zum Beitrag von Frau Heil zum Thema “Sprache”!

Auch ich habe den Eindruck, dass man mit richtiger Rechtschreibung und Grammatik heutzutage sehr sparsam umgeht. (Um den Originalbeitrag von Frau Heil zu lesen, klicken Sie hier: https://www.eki-groetzingen.de/sprache/)

Das wird mir jeden Morgen bei der Lektüre der Tagespresse schmerzhaft vor Augen gehalten. Manchmal ertappe ich mich sogar dabei, mich weniger auf den Inhalt zu konzentrieren und mich stattdessen auf der Suche nach Rechtschreibefehlern und grammatikalischen Verballhornungen verliere.  Der Genitiv wurde nach meinen Eindrücken bereits zu 70 % vom Dativ verdrängt und wird wohl – wenn es so weitergeht – bald von der Bildfläche verschwunden sein. Nominativ und Akkusativ Vertauschungen sind an der Tagesordnung und ergeben Sinnverdrehungen im Satz. (Z.B.: „Corona Kranke transportierten Hubschrauber ins Krankenhaus“).

Ein nettes Büchlein zum Thema Rechtschreibung und Grammatik in der deutschen Sprache hat Hansgeorg STENGEL verfasst. Es heißt „Wortadella – allerhand Sprachwursteleien“ und ist im Eulenspiegel Verlag erschienen. Es vermittelt in humoristischer Manier einen Einblick in die Verunstaltung unserer Sprache.

Peter Werner

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Konfirmation!

Am Sonntag haben wir vier (lang erwartete!) Konfirmationsgottesdienste in der Kirche gefeiert. Unten finden Sie das von der Konfirmandenklasse geschriebene Glaubensbekenntnis und ein paar Fotos.

Glaubensbekenntnis der Konfirmand/innen

Ich glaube, dass Gott da ist, auch wenn wir ihn nicht sehen. Er ist immer bei mir, egal wo ich mich befinde.

Ich glaube an einen allwissenden Gott, der immer das Gute in einem Menschen sieht und uns immer unterstützt, bis zum Lebensende.

Ich glaube an Gott, der alles erschaffen hat, der alle Menschen liebt, der für mich das Leben will und nicht den Tod, die Freude und nicht die Traurigkeit.

Ich glaube an Gott, für den alle Menschen gleich viel wert sind, egal woher sie kommen oder wie sie aussehen. Ich glaube, dass Gott die perfekte Welt anstrebt, in der wir alle blind sind für äußerliche Merkmale, Geschlecht oder Herkunft, wo wir alle Menschen respektieren, egal welchen Glauben sie haben.

Ich glaube, dass Gott nicht nur ein Gott der Menschen, sondern auch der Tiere und der Pflanzen ist.

Ich glaube an Gott, der mir Licht spendet, wenn es dunkel ist und der mir Kraft gibt, wenn ich keine mehr habe. Er hält alles zusammen und gibt mir Hoffnung, wenn es mir schlecht geht. Er hilft mir wieder aufzustehen, wenn ich am Boden liege.

Ich glaube, dass Jesus so gelebt hat, wie wir leben sollen: er half Menschen, verzichtete auf Gewalt und passte sich nicht an.

Doch so wie er gelebt hat, werden wir es nicht schaffen. Und das ist normal. Wir sind Menschen, wir machen Fehler.

Ich glaube an Jesus, der mir meine Sünden vergibt und mir neue Chancen anbietet.

Ich glaube, dass Jesus uns lehrt, ohne Hass zu leben, Gewalt zu meiden und Leute die hassen, zu belehren und zur Liebe des Nächsten zu führen.

Ich glaube, dass ein „Heiliger Geist“ uns Menschen, Gott und Jesus spüren lässt.

Ich glaube, Gott will, dass wir mit unseren Nächsten zusammenhalten. Er hat die Welt für uns geschaffen und sie uns überlassen. Was wir aus ihr machen ist unsere Aufgabe. Ich glaube daran, dass Gott den Frieden und die Liebe unter uns Menschen hervorbringt.

Ich glaube an ein Leben nach dem Tod, die Vergebung der Sünden und den Sieg über den Tod.          

Amen

„Unser christlicher Glaube trägt nicht nur dich und mich, sondern hat schon viele vor uns getragen und wird auch noch viele nach uns tragen. Du befindest dich mit ihm in guter Gesellschaft. Deshalb lass in deinem Leben gelten: Hör auf die Stimme Jesu Christi. Hör, was sie sagt. Sie war immer da und hör auf ihren Rat, bevor du dich von den vielen anderen Stimmen in die Irre führen lässt. Christus ruft dich nicht lautstark über Youtube, Facebook, Instagram, Twitter und Co. Er ruft dich im Stillen, der ruft dein Herz. Und er führt dich dorthin, wo er dich will und braucht. Deshalb: Gib ihm Gelegenheit, seine Stimme zu hören. Amen.“

Ein Auszug aus der Predigt von Herrn Wittig an die Konfirmanden
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Fang‘ dir einen Regenbogen!

Ein Projekt der #ueberallkirche

Fang‘ dir einen Regenbogen. https://www.catcharainbow.de/ Lese und staune über ein Bibelspruch in jedem Regenbogen. Was ist zu tun, wenn kein Regenbogen zu finden ist? Dann verstecke du einen Regenbogen für Andere.

Tippe in der App auf das Icon mit dem Regenbogen. Suche dir eine Bibelstelle, z.B. deinen Konfispruch/Taufspruch, euern Trauspruch oder den aktuellen Wochenspruch. Anschließend machst du den Regenbogen mit deinen Inititalen zum Regenbogen für Andere.

„Die digitalen Möglichkeiten auf diese Weise zu nutzen und damit Bibel mitten im Alltag zur Geltung zu bringen, ist eine gelungene Initiative “

Michael Jahnke, der Verantwortliche für Bibelprojekte in der Deutschen Bibelgesellschaft

Augmented Reality ist eine computergestützte Erweiterung der für unsere Augen sichtbaren Realität, das heißt, nur mit unserer App sind die computergenerierten Regenbögen sichtbar. Hierzu wird in das von der Smartphone-Kamera gefilmte Bild ein virtueller Regenbogen eingeblendet.

Neugierig? Hier geht’s zu den DOWNLOAD-MÖGLICHKEITEN. Dort findest du auch Informationen, ob dein Smartphone/Tablet genügend Rechnerleistung für die Augmented-Reality-App besitzt.

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Schick uns Dein Lied! Ein Neues Gesangsbuchkampagne (EKD)

Ein neues Gesangbuch wird vorbereitet. Sie können mitmachen! Haben Sie Lust? Wir suchen die Top 5 für das neue Gesangbuch. Welches Lied singen Sie am liebsten im Gottesdienst? Was ist Ihr persönlicher Hit? Genauer gefragt: Was ist Ihre TOP 5? Denn genau die suchen wir. Und zwar für das neue Gesangbuch, das bis 2030 erscheinen soll. Seit dem Sonntag Kantate, 2. Mai, können Sie drei Monate lang Ihre Favoriten im Internet auf der Seite www.ekd.de/top5 eintragen . Teilen auch Sie uns Ihre Top 5 mit! Außerdem freuen wir uns, wenn auch Sie mithelfen, dass möglichst viele von der Aktion erfahren: Verteilen Sie den Link gerne auch in Ihren Gemeinden und Netzwerken. Werbematerial steht auf der Aktionsseite zum Download frei zur Verfügung.

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Am Freitag! Überschreitungen – Kirche im ZKM

Führung durch die Ausstellung »Critical Zones«

Mit Barbara Kiolbassa und Eckhart Marggraf

Fr, 07.05.2021, 16:00 Uhr, Dauer: 1h, Online
Kosten: Kostenfrei

Buchungsanfrage

Mit Anmeldung, begrenzte Teilnehmendenzahl


© Julian Charrière, © VG Bild-Kunst, © ZKM | Karlsruhe, Foto: Elias Siebert

Lange blieben die Reaktionen der Erde auf unser menschliches Handeln unbeachtet, doch spätestens mit der Protestbewegung Fridays for Future ist die Klimakrise in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Die Gedankenausstellung »CRITICAL ZONES« lädt dazu ein, sich mit der KRITISCHEN Lage der Erde auf vielfältige Art und Weise zu befassen und neue Modi des Zusammenlebens zwischen allen Lebensformen zu erkunden.

Im Gespräch mit einer Kunstwissenschaftlerin und einem Theologen sollen die schöpfungstheologischen Impulse der Ausstellung herausgestellt werden.

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