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Sonnenkraftwerk auf dem Dach des Martin-Luther-Hauses
Seit dem 23. März 2010 gehört die Evangelische Kirchengemeinde zu den Stromerzeugern und beliefert das öffentliche Stromnetz mit ökologisch erzeugtem Strom. Die Photovoltaikanlage ist auf der Südhälfte
des MLH-Daches installiert und ist weithin sichtbar. Nach der grundsätzlichen Entscheidung im Ältestenkreis für eine Anlage ging alles zum Glück überraschend schnell, obwohl es zurzeit auf dem Markt sehr
schwierig ist, Solarmodule und Wechselrichter überhaupt zu erhalten.
Die Voraussetzungen für eine Photovoltaikanlage sind beim MLH optimal: Südausrichtung des Daches mit einer Neigung von 25° und immer unverschattet.
Die technischen Daten der Anlage sind: · 108 Module aus deutscher Herstellung, Leistung 210 Wp · Solarmodulfläche 178 m2 · Nennleistung der Anlage: 22,68 kWp (Kilowattpeak)
Wir erwarten eine durchschnittliche jährliche Strommenge von rund 21.500 kWh (Kilowattstunden) und damit eine Vermeidung von CO2-Ausstoß von ca. 19 Tonnen. Nach dem Erneuerbare-Energiengesetz EEG 2009
erhalten wir eine gesetzlich garantierte Einspeisevergütung von 39,14 Cent pro kWh. Diese Regelung gilt für dieses Jahr und für weitere 20 Jahre, also bis zum 31.12.2030.
Die Einnahmen, die jährlich etwa 12% der Investition betragen, verbleiben komplett in der Kirchengemeinde Grötzingen; die Zustimmungen der entsprechenden Gremien der Stadtkirchengemeinde liegen vor. Der
verbleibende Gewinn nach Abzug von Versicherungsprämien und Instandhaltungskosten ist ein wichtiges Standbein für den bescheidenen Haushalt der Kirchengemeinde. Natürlich sind auch entsprechende
Investitionskosten erforderlich gewesen. Hier musste auf zweckgebundene Rücklagen zurückgegriffen werden, die damit in eine ertragsreichere Form umgewandelt werden konnten.
Nach einem neuen Landesgesetz muss bei einer künftigen Erneuerung der Heizungsanlage ein gewisser Anteil der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen nachgewiesen werden.
Mit der Fotovoltaikanlage wurde auch für diesen Fall Vorsorge getroffen. Mit der Installation der Fotovoltaikanlage konnte die Kirchengemeinde gleichzeitig zwei wichtige, zukunftssichernde Ziele
erreichen: · ökologisch durch Erzeugen erneuerbarer Energien und · ökonomisch durch Investition in eine sehr gute Anlageform. Freuen wir uns als in Zukunft umso mehr, wenn die Sonne scheint.
Rainer Ehmann
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